Essen teilen in Zeiten von Corona

 

Wem hilft’s?

Die Hilfsbereitschaft in diesen Tagen ist groß: für den Nachbarn, die Nachbarin etwas einkaufen, mit dem Hund Gassi gehen oder etwas mitkochen. Alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, die sogenannte Risikogruppe, sind nicht die einzigen, die sich über eine warme Mahlzeit freuen könnten. Auch diejenigen, die Kranke versorgen, haben wenig Zeit zum Einkaufen und selber Kochen. Bei Menschen in Hausquarantäne können ebenfalls Engpässe in der Versorgung auftreten. Die Lieferdienste von Restaurants und Lebensmittelgeschäften sind voll ausgelastet. Nachbarschaftshilfe macht jetzt mehr Sinn denn je.
Nicht zu vergessen: Eine hausgemachte Mahlzeit wird darüber hinaus von vielen anderen geschätzt.


Wie sicher ist das?

Das Robert-Koch-Institut und auch das Bundesinstitut für Risikoforschung untersuchen und beobachten das Coronavirus und die Verbreitung der Erkrankung COVID-19 ganz genau. Sie geben entsprechende Verhaltensempfehlungen und aktualisieren diese ständig. Die wichtigsten Übertragungswege sind die Tröpfcheninfektion und die Schmierinfektion. Eine Übertragung durch Lebensmittel ist nicht nachgewiesen. Das BfR beantwortet sachkundig hierzu Fragen. Daher können wir nach wie vor Essen von zum Beispiel Restaurants bestellen.

Die drei wichtigsten Punkte sind:

o    Abstand halten
o    Händewaschen
o    die Nieß- und Hustenetikette beachten
o    Bedeckung von Mund und Nase


Wie funktioniert ‚kontaktlos‘ Essen teilen?

Kontaktlos beginnt bereits bei der Planung:

o    Keine großen Mengen kochen, bzw. gleichzeitig anbieten, denn es muss vermieden werden, dass eine Menschengruppe zusammenkommt.
o    Früh genug anbieten, mindestens zwei Tage im Voraus.
o    Bei der Beschreibung angeben, ob man das Essen nach Hause bringt oder ob es abgeholt werden muss.
o    Behälter für das Essen schon vorher füllen, so dass die Übergabe effizienter ist. Idealerweise verwendet man wiederverwertbare Behälter.
o    Wer krank oder erkältet ist soll keine Mahlzeiten anbieten.


Kontaktlose Übergabe der Mahlzeiten:

o    Mahlzeiten einzeln abholen lassen, Übergabe an der Wohnungstür.
o    Wer die Mahlzeit zu den Nachbarn bringt, hängt diese in einer Tasche an den Türgriff oder legt sie auf einem Hocker oder Fußmatte ab, klingelt und tritt zwei Schritte zurück.
o    Nach der Übergabe der Mahlzeit die Hände waschen. Das gilt für Koch und Abnehmer.
o    Bezahlung: Wir stellen die Nutzung der Webseite MamaMANNA kostenlos zur Verfügung. Die Mahlzeiten können verschenkt werden oder gegen eine Kostenbeitrag abgegeben werden. Es gibt bei MamaMANNA zur Zeit keine digitale Zahlmöglichkeit. Wer bar zahlen möchte, sollte das Geld möglichst passend überreichen und auch hier gilt: Abstand halten. Geld auf einen Teller legen und zurücktreten, so dass der andere es nehmen kann. Das ist ungewohnt und umständlich, aber Sicherheit geht vor. Wer möchte kann, seine Kontonummer hinterlassen und erhält das Geld dann per Überweisung.


Essen bei Fremden abholen?  Kochen für Fremde?

Wer zum ersten Mal über das Essen Teilen zusammen kommt, kann zuvor miteinander telefonieren, mailen oder skypen. So gewinnt man einen Eindruck von einander, ohne dass man sich physisch getroffen hat.