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Halbzeit! Wie geht’s Monica?

Menschen | 30. März 2019

Monica Albrecht, Autorin des Bogs Mini.Me hat die Lecker CO2 Fasten Aktion als Anlass genommen, während der Fastenzeit auf Fleisch zu verzichten. Zur Halbzeit hat Angelika Fuchs von MamaManna mit Monica Bilanz gezogen.

 

Angelika: Ich finde es klasse, dass du dieses Fasten-Experiment angegangen bist. 40 Tage können nämlich ganz schön lang sein. Dabei ist die Frage, ob man 40 Tage verzichtet oder ob man 40 Tage Neues kennen lernen möchte. Wie ist das bei dir: Verzicht oder Entdecken?


Monica: Definitiv Entdecken. Ich habe die letzten Wochen viele verschiedene Rezepte ausprobiert und dabei wirklich sehr gut gegessen. Fleisch hat mir dabei bisher kaum gefehlt.


A: Du hast letzte Woche von deinen Erfahrungen in der Gastronomie berichtet. Besonders die magere Auswahl für Vegetarier auf der Speisekarte hat dich geärgert. Meistens gibt es nicht viel mehr als Pasta. Dabei möchte man, wenn man außer Haus essen geht, auch etwas essen, was man zu Hause nicht macht. Jedenfalls geht mir das so. Ich bin selber keine Vegetarierin, möchte aber, dass die Herkunft vom Fleisch bio und/oder regional ist. Das ist im Restaurant auch selten, daher schaue ich immer, was die vegetarische Karte bietet. Das Angebot ist in großen Städten viel abwechslungsreicher. Dort scheint die Nachfrage entsprechend zu sein.


M: Ja, in der Großstadt hat man eher weniger Probleme, vernünftige und vor allem phantasievolle vegetarische oder vegane Gerichte zu finden. In Berlin beispielsweise habe ich schon richtig gut vegetarisch gegessen. In den Kleinstädten ist das schon deutlich schwierig. Gerichte wie panierter Schafskäse mit Kartoffeln oder Käsespätzle kann ich mir Zuhause auch selbst machen. Dafür brauche ich nicht essen gehen. Ich habe für mich die Vorspeisenkarte als gute Alternative entdeckt. Dort gibt es häufiger vegetarische Varianten als bei den Hauptgerichten. Warum also nicht einfach 2-3 Vorspeisen essen und ganz aufs Hauptgericht verzichten?


A: Das stimmt und ist eine richtig gute Idee. Aber sag mal, wie reagiert eigentlich dein Umfeld darauf, dass du aktuell kein Fleisch isst? Das Thema vegetarische und vegane Ernährung ist ja schon lange keine neutrale Angelegenheit mehr. Wer sich fleischlos ernährt, hat möglicherweise mit Vorurteilen zu kämpfen und es werden auch nicht selten Witze darüber gerissen.


M: Bislang habe ich damit zum Glück keine Probleme gehabt. Das kann aber auch daran liegen, dass mein Fastenprojekt zeitlich genau definiert ist und ich auch nicht „missionieren“ möchte.


A: Trotzdem schreibst du öffentlich darüber?


M: Ja, sicher. Aber nicht, um andere dazu zu bringen, ebenfalls auf Fleisch zu verzichten. Ich möchte einfach über meine persönlichen Erfahrungen berichten und auch den Umweltaspekt mit aufzeigen.


A: Finde ich gut. Vor allem auch, weil das, was wir essen, auf so viele Dinge Einfluss hat. Auf die Wirtschaft, die Landwirtschaft, die Umwelt, auf unseren Lebensstil. Früher hat man nie so ausführlich und öffentlich darüber gesprochen.

 

M: Das stimmt. Besonders nicht in Hinblick auf ökologische Themen. Wenn ich zurückdenke, dann war die vegetarische und/oder vegane Ernährung lange Zeit so ein Ego-Ding. Zumindest in meiner Jugend. Man hatte immer den Eindruck, Vegetarier und Veganer wollen anders sein als die anderen. Tierschutz hat vielleicht noch in die Thematik mit hineingespielt, aber wie sich der Fleischkonsum allgemein auf die Umwelt auswirkt, darüber hat tatsächlich keiner gesprochen. Und es haben sich auch allgemein nur sehr wenige Gedanken darüber gemacht. Ich selber ja auch nicht. Das kam erst in den letzten Jahre auf, als die Minimalismus-, Zero-Waste- und Umweltschutzbewegung bekannter geworden ist.


A: Dabei war es früher ja gar nicht üblich, jeden Tag Fleisch zu essen. Das konnten sich viele gar nicht leisten. Und es gab schon immer leckere Gerichte ohne. Denk nur mal an die Frankfurter Grüne Soße! Mit Fleisch? - Nee.


M: Ja, oder Spinat mit Bratkartoffeln, Schupfnudeln mit Kraut, Erbsensuppe...


A: Oder Pommes Rot-Weiß. Die sind vegetarisch. Und sehr beliebt!


M: Das stimmt. Pommes Schranke mag eigentlich jeder. Leider machen sich die wenigsten die Mühe, sie selber herzustellen. Dann wird?s nämlich erst richtig gut!


A: Und gesund?


M: Klar. Zumindest gesünder. Schließlich weiß man beim Selbermachen genau was drin ist. Beziehungsweise was nicht drin ist. Und man kann wunderbar frische Produkte verwenden.


A: Für superleckere Pommes habe ich den ultimativen Geheimtipp: Zweimal Backen! Erst frittiert man die rohen Kartoffelstäbchen bei 160 Grad für ca. 5 Minuten, schüttelt das Fett gut ab und lässt die Pommes eine halbe Stunde ruhen. Dann kommen sie nochmal bei 185 Grad ins heiße Fett und werden dort für 1-2 Minuten fertig gebacken bis sie knusprig und leicht braun sind.


M: Lecker! Und dazu dann einfach nur Mayo und Ketchup. Mehr braucht es nicht.

 

Mayo selber machen: Hier geht?s weiter zum Mayo-Rezept von Monica.


Ketchup kann man auch selber machen, logisch!  Hier geht?s weiter zum Ketchup-Rezept von Angelika.

 

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