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Die Vegetarier kommen

Trends&Kultur | 30. November 2020

Weihnachten steht vor der Türe und damit auch die Vorfreude auf das Weihnachtsessen im Kreis der Familie und Verwandtschaft. Vorausgesetzt, dass Corona uns das Essen nicht versalzen wird. Ich bleibe, der guten Stimmung wegen, optimistisch.

Wochen zuvor ist es schon im Kopf: was sollen wir kochen! Es soll mega-festlich sein, aber es muss sich auch gut organisieren lassen, denn schließlich möchten weder Koch noch Köchin, gestresst und verschwitzt am Herd verbringen, während die Gäste gesellig tafeln.
Wir möchten etwas machen, was wir sonst nur selten essen, vielleicht Hirsch? Oder Wachteln? Oder ob man einen Hummer bekommen kann? Das Wasser läuft uns schon im Mund zusammen, so schön sind die Gedanken zum weihnachtlichen Schmaus…
Und dann fällt uns ein, dass die Schwägerin doch nun kein Fleisch mehr isst. Oder der Schwager, der eigene Bruder oder die Tochter. Einer ist inzwischen immer ‚ohne‘.
Wat nu? Was aus dem Ofen wäre praktisch, überbackenes Gemüse, oder gefüllte Portobello, oder ein Pilzragout.
Die Vegetarier*innen unter Ihnen werden spätestens jetzt stöhnen. Denn, wer ein solches Spezialgericht serviert bekommt, sieht sich gezwungen es schärfstens zu verteidigen gegenüber allen neugierigen Esser am Tisch. Das macht man natürlich nicht, schließlich wird geteilt und Kartoffeln machen ja auch satt…
Wer ein rein vegetarisches Menu zusammenstellt, ist fein aus dem Schneider. Für diejenigen, die sich der Diversität seiner Gäste annehmen möchte, möchte ich hier meine Lösung für das klassische Weihnachtsmenu vorstellen. Auch ich koche zu Weihnachten gerne etwas Besonders mit Fleisch. Neben dem Festbraten gibt es dann einen vegetarischen Gegenspieler: nämlich einen Nussbaten.
Der Nussbraten hat eine eigene Soße und passt einfach zu allen Beilagen. Er ist nahrhaft, lecker und erinnert an ‚Braten‘ - auch wenn er gar nicht gebraten wird. Man kann eine größere Menge hiervon machen, so dass alle hiervon mitprobieren können. Was übrig bleibt, kann am nächsten Tag kalt oder warm aufgegessen werden, der Rest wird eingefroren oder man nutzt die Gelegenheit das Netzwerk von MamaMANNA mal auszuprobieren. Hier wird selbstgemachtes Essen in der Nachbarschaft angeboten und geteilt.
Ich habe mich dabei von Jamie Oliver inspirieren lassen und sein Rezept angepasst. Wenn Du wiederum mein Rezept anpassen möchtest, hätte ich noch ein flexibles Rezept, ein Flexizept für den Nussbraten mit einer vegetarischen Soße, die auch zu Kurzgebratenem passt.
Gutes Gelingen und eine schöne Weihnachtszeit!


Der Nussbraten


Zutaten

100g Hirse
500g Kürbis
2 Zwiebeln
2 Selleriestangen
200g gekochte Maronen
1 Zweig Rosmarin
½ TL Oregano
1TL geräuchertes Paprikapulver
2 große Champignons
1 Zitrone
60 g Semmelbrösel
120 g getrocknete Pflaumen
150 g Nüsse
4 Eier
40 g würziger Käse
Salz

Zubereitung

Ofen auf 200 Grad heizen.
Kürbis, Zwiebeln, Selleriestangen in 2cm große Würfel schneiden auf einem Blech im Ofen Rösten. Die Paprikaschoten für die Soße von den Kernen befreien, vierteln und mit in den Ofen geben. Das Gemüse braucht ungefähr eine halbe Stunde um leicht braun zu werden. Die Paprikastücke bleiben dann noch etwas länger im Ofen bis die Haut dunkel wird und sich abziehen lässt.
Die Hirse mit der doppelten Menge Wasser in circa 20 Minuten garkochen.
Nüsse und Pflaumen grob haken, Pilze klein schneiden und mit dem Gemüse, der Hirse und den Kräutern gut mischen. Von der Zitrone reiben wir die Schale hinein. Die Eier verquirlen und hinzugeben. Jetzt noch mit Salz abschmecken.
Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Das geht am besten, wenn das Backpapier zerknüddelt und leicht angefeuchtet wird. Jetzt die Bratenmasse in die Form geben, mit geraspeltem Käse bestreuen und bei 180 Grad 45 Minuten backen.


Die Soße


Zutaten

3 Chilischoten
1 Zimtstange
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
1 TL Thymian
2 geröstete und gehäutete Paprikaschoten
2 Dosen Tomaten
1 El Balsamico
Salz

Zubereitung

Die Chilischoten entkernen und der Länge nach anschlitzen. Es gibt sehr unterschiedliche Chilischoten. Manche sind sanft, fast unschmeckbar, andere sind höllisch. Also Vorsicht: je nach Vorliebe die Dosierung anpassen. Zusammen mit der Zimtstange werden sie in Olivenöl gebraten bis sie etwas Farbe annehmen. Dann aus der Pfanne entfernen und für die Deko aufbewahren. Jetzt die klein geschnittenen Knoblauchzehen dazugeben, glasig dünsten und die restlichen (gewürfelten) Zutaten ergänzen. Alles circa 20 Minuten köcheln lassen. Wer die Soße gleichmäßig mag, kann sie zum Abschluss pürieren.

Viel Freude beim Kochen und Teilen!

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